Archive for the ‘Buchkritiken’ Category

Microsoft Software Report

Wednesday, May 27th, 2009

Da will ich doch mal wieder ein wenig Resteverwertung machen, denn für Frank Möcke (c’t) und auch Alexander Neumann (iX Developer Channel) war die nachfolgende Rezension nicht interessant, nun ja, man kann nicht immer Glück haben. ;-)

MS Software Report

MS Software Report

Unterschleißheim 2009

Microsoft Press

Ulrich Schlüter (Herausgeber)

584 Seiten

29,90€

ISBN 978-3-86645-644-0

Microsoft Software Report
Ihr Wegweiser durch die Microsoft-Welt

Das Microsoft-Imperium ist groß und so verwundert es nicht, dass kaum jemand die vielen verschiedenen Softwarekomponenten des Konzerns aus Redmond kennt bzw. ihre genauen Eigenschaften aufzählen kann. Hier setzt der Microsoft Software Report an. Ulrich Schlüter hat zusammen mit etlichen Microsoft-Experten, meist MVPs, ein Nachschlagewerk geschaffen, das zusammen mit der beigelegten DVD Licht ins Dunkle des Microsoft Softwarekosmos bringt.

Der Microsoft Software Report richtet sich vor allem an Systemadministratoren, IT-Verantwortliche und IT-Berater und -Trainer, weist aber auch Redakteure aus dem IT-Umfeld auf, wenn gleich letztere sicherlich ihre Informationen aus unabhängigeren Quellen beziehen sollten. Die genannten können sich gezielt über eine Redmonder Software informieren. Eingeleitet wird ein Abschnitt über eine Software mit der Produktübersicht, wo schnell Informationen über das Produkt erhältlich sind, die ggfls. bei einem IT-Berater Eingang in ein Angebot finden, gefolgt von ausführlichen Beschreibungen der Produktfeatures. Weitere Informationen finden sich am Ende der Produktbeschreibung, wo auch auf weiterführende Themen innerhalb der DVD oder unter www.microsoft.com hingewiesen werden.

Untergliedert ist das Werk in 2 Bereiche. Der Teil über produktübergreifende Themen enthält eine Reihe von Aufsätzen allgemeiner Natur rund um IT, z. B. Aktuelle Herausforderungen an eine moderne Informationstechnologie, Mobilität und Windows oder Software-plus-Service. Den weit aus größeren Teil nimmt die Auflistung aller Microsoft Produkte in alphabetischer Reihenfolge ein. Abgeschlossen wird das Werk durch einen ausführliches Stichwortverzeichnis.

Wer sich einen Überblick über die Angebotspalette von Microsoft verschaffen möchte, der wird mit dem vorliegenden Werk voll auf befriedigt. Gerade auch die DVD schafft Mehrwert mit den vielen Verweisen, wo ein gedrucktes Buch schnell an Aktualität verliert. Auch wer kein Verfechter Microsofts ist, schadet ein Blick in den Software Report nichts, kann so doch leicht eruiert werden, ob die favorisierte Open Source Lösung wirklich alle Aspekte der kommerziellen Variante abdeckt.

Typo3

Tuesday, January 6th, 2009

Mal wieder etwas Resteverwertung: Für die iX waren diese beiden Rezensionen zu alt. Habe wohl etwas lange auf den Addison-Wesley-Schinken geschlafen.

2008 Addison-Wesley
Franz Ripel, Melanie Meyer, Irene Höppner
Das Typo3 Profihandbuch
692 Seiten
49,95 €
ISBN 978-3-8273-2322-4

Content Manangement Systeme erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, möchte man der eigenen Seite mehr als nur statischen Content einhauchen. Typo3 gehört zu den reiferen Content Managment Systemen und erfreut sich gerade im deutschsprachigen Raum einer großen Beliebtheit.

Franz Ripel, Melanie Meyer und Irene Höppner, alle seit Jahren im Typo3-Umfeld tätig, haben mit dem Profihandbuch ein fundiertes Werk geschaffen, das – allerdings noch in Version 4.1 – fundiert einführt. Wahrlich ist das Profibuch kein Werk für den Einsteiger, sondern für den versierten Entwickler und Administrator gedacht, denn vieles wird vorausgesetzt und gegebenenfalls nur angerissen und nicht in aller Tiefe erläutert. 

Sehr schön ist, dass wenn man das Buch beim Verlag registriert, eine Spende in Höhe von einem Euro an die Typo3 Association geht – das ist gelebte Unterstützung von Open Source und beileibe bei IT-Büchern nicht Standard.

Nach der obligatorischen Installation von Typo3 wird in eigenen Kapiteln auf das Typo3 Frontend und Backend eingegangen. In über 200 Seiten wird in den beiden Kapiteln auf die wesentlichen Dinge eingegangen, zum Beispiel TypoScript-Syntax und -Semantik oder die TCE (Typo3 Core Engine).

Einen breiten Raum haben die Autoren dem Thema Extension gewidmet. Gleich 2 längere Kapitel beschäftigen sich hiermit. Zum einen geht es um die Erstellung von Extension, wo keine Fragen unbeantwortet bleiben – bis hin zu den Coding Guidlines. Im Kapitel „Extension TOP 10 (für Entwickler)“ werden 10 von dem Autorenteam ausgewählte Extensions vorgestellt. 

Abgeschlossen wird das Profihandbuch durch ein Kapitel zu Spezialthemen. Hier finden sich so Dinge wie Sicherheit, Typo3 im Intranet mit Singel Sign On oder Ausführungen zu Last und Performance. 

Wer als Entwickler oder Administrator ein fundiertes Werk zu Typo3 sucht, wird mit dem Profihandbuch des Autorengespanns eine gute Wahl getroffen haben. Eins sei aber angemerkt: Das Profihandbuch ist nichts für Einsteiger, fundiertes Wissen einer älteren Typo3-Version kann sehr hilfreich sein, ansonsten natürlich ein gesundes IT-Wissen. Typo3-Redakteure sollten – wie auch von den Autoren erwähnt – zum Typo3 Anwenderbuch aus dem gleichen Verlag greifen. Alles in allem erste Wahl für den versierten Typo3 Entwickler wie auch Administrator. Auf der beigelegten CD befindet sich das offizielle Typo3-Dokumentationsmaterial, die zum Zeitpunkt des Drucks aktuellsten Typo3-Pakete sowie die im Buch besprochenen Extensions.

November 2006 Addison-Wesley
Video2Brain
Irene Höppner
TypeScript
7 1/2 Stunden Videotraining
49,95 €
ISBN 978-3-8273-6069-4

Wer mehr über TypeScript lernen möchte, dem sei dieses Videotraining der Coautorin des Typo3 Profihandbuches Irene Höppner ans Herz gelegt. 

Als Systemvoraussetzung wird ein Pentium III mit 500 MHz oder ein G3 erwartet mit Win98/2000 oder XP bzw. Mac OS X 10.1 oder höher, selbstredend natürlich auch ein DVD-Laufwerk, will man sich das Videotraining nicht nur am Fernseher ansehen, sondern auch den DVD-ROM-Teil nutzen

Das Videotraining beinhaltet ein 24-seitiges sehr ausführliches Booklet, das Inhaltsverzeichnis der einzelnen Videos der DVD, Angaben zu UTF-8 und dessen Einsatz in der Praxis sowie Erläuterungen zu TypoScript-Editoren.

Wer sich in Typo3 einarbeitet und mehr zu TypoScript erfahren möchte, sei dieses Videotraining ans Herz gelegt, stellt es doch den idealen Begleiter zum Typo3 Profihandbuch aus dem gleichen Verlag dar.

Leopard III

Monday, December 22nd, 2008

Januar 2008 Addison-Wesely
Video2Brain
Thomas Kraetschmer
Mac OS X 10.5 Leopard
12 Stunden Videotraining
39,95 €
ISBN 978-3-8273-6088-5

Dieses Videotraining von Thomas Kraetschmer führt in den Leoparden ein. Dabei betont der Trainer in seinem Einführungskapitel, dass diese Videotraining aufgrund der Fülle der Videos auch als Referenz genutzt werden kann. Zu jedem Thema hat er einen erklärenden Teaser angeführt, so dass auch der unbedarfte Mac-Neuling schnell das gewünschte Video-Kapitel finden kann.

Als Systemvoraussetzung wird ein Pentium 4 mit wenigstens 2,6 GHz erwartet oder ein G4 ab 1 GHz, 512 MB RAM, selbstredend ein DVD-Laufwerk, wenn man sich das Werk nicht nur am Fernseher per DVD-Spieler ansehen möchte, was natürlich auch geht. Die Bildschirmauflösung von 1024×768 ist eher gemächlich. Als Betriebssystem können XP/Vista bzw. Mac OS X ab 10.1 zum Einsatz kommen.

Neben den reinen Mac OS X Themen wie Oberfläche und Bedienung, Technologie des Mac OS X, Arbeitsumgebung und Netzwerk bzw. der Mac im Internet widmet sich ein Kapitel dem neuen iLife ’08 und iWork ’08. Diese beiden Themen kommen sonst meist nicht in Einführungswerken zu Mac OS X 10.5 vor.

Im Kapitel „UNIX, Scripting und X11“ geht Kraetschmer auf das Terminal, AppleScript, Automator und X11 ein. Für einen UNIX-Novizen bietet dieses Kapitel genügend Tiefgang, um einfache Aufgaben unter der Shell erledigen zu können. Für weiterführendes gilt natürlich das gleiche wie für die beiden Leopard-Bücher, ein Blick in ein UNIX-Fachbuch bleibt dem neugierigen User nicht erspart.

Das Videotraining beinhaltet ein 24seitiges sehr ausführliches Booklet, das das Inhaltsverzeichnis der DVD-Produktion, ein Kapitel zu DotMac und eines zu Leopard Server beinhaltet

Nett von Kraetschmer ist, dass jedes Kapitel mit einem Multiple Choice Test schliesst, so dass man gleich in der Lage ist, sein erworbenes Wissen zu testen.

Sehr schön ist, dass man sich als registrierter Kunde dieses Videotrainings unter www.video2brain.com weitere Trainingskapitel herunterladen kann. Das rundet den sehr positiven Gesamteindruck ab. Alles in allem kann man sagen, Kraetschmer reisst die Themen mundgerecht an, die Darstellung ist gut gelungen. Auch alte Hasen horchen bei dem einen oder anderem Tipp auf, dennoch ist diese DVD-Produktion für den Einsteiger bzw. den Windows-Switcher gedacht, der sich solides Mac-Wissen aneignen möchte.

Leopard II

Monday, December 22nd, 2008

2008 Addison-Wesley, München

Uthelm Bechtel

Apple Mac OS X 10.5 Leopard

Der Powerfinder für Ihren Mac

400 Seite

29,95 €

ISBN 978-3-8273-2467-2

Dieses Werk zu Leopard vermittelt dem Leser neben einer fundierten Einführung zum neuen System von Apple eine Menge über Technik rund um die PowerPC und Intel Macs sowie einiges zum drunterliegendem Darwin-Teil.

Zunächst führt Bechtel in die Geschichte des Mac ein. Dabei werden allerdings die sich leider hartnäckig haltenden Anekdoten verbreitet (der Apple I entstand in der Jobs‘schen Garage, Apple wurde von den beiden Steves gegründet).

Im Abschnitt zur Technik wird ebenso auf Prozessorarchitektur wie auch die verschiedenen Programmumgebungen (Cocoa und Carbon) eingegangen. Es ist gespickt mit technischen Details rund um den Mac, etwa was es mit den Programmbundles auf sich hat oder dem Paar Type und Creator. Sehr schön ist, dass die die Aktionen des Mac beim Programmstart mit Screenshot (die reichlich im Werk vorhanden sind und alle farbig) erläutert werden (BootX bzw. boot.efi bis zum Loginwindow).

Den größten Raum lässt Bechtel zweifelsohne dem Praxisteil zu Leopard. Nach der obligatorische Installation von Leopard und den Grundeinstellungen (hier wird der Migrationsassistent angesprochen) kommt ein Kapitel für Windows-Switcher. Ebenso wird natürlich die Möglichkeit, andere Betriebssysteme zu fahren per Boot Camp oder in der Virtualisierung angesprochen (als Exoten reißt Bechtel kurz DarWINE an). Neben den GUI-Kapiteln und Erläuterungen zu Mac OS X (Arbeiten mit Fenstern, der Finder, das Dock) geht der Autor auch auf die Shell und X11 ein, wenn gleich hier dasselbe wie für das Buch der Ochsenkühns gilt: Das Thema UNIX wird kurz dargestellt, ein entsprechendes weiterführendes Fachbuch wird der geneigte Leser aber benötigen, möchte er sich mehr Hintergrundwissen aneignen.

Einen größeren Raum im Praxisteil nimmt das Thema Netzwerke ein. Gleich drei Kapitel widmen sich dem Thema (Das Netzwerk, Mit dem Mac ins Internet und File-Sharing über das Netzwerk). Weitere Themen sind die Handschrifterkennung Ink, die der Mac vom legendären Newton geerbt hat, und Automatisierungsprozesse mit Automator und AppleScript.

Abgeschlossen wird das Werk mit einer Referenz, wo man alles zu Mac OS X findet – vom Apple-Menü bis X11. Im Anhang finden sich Tastaturbelegungen, Tastenkürzel sowie Angaben zur Ordnerstruktur und eine Auflistung des Library-Ordners.

Den Powerfinder – nur echt mit dem Leopardenfell auf dem Buchdeckel – kann bedenkenlos jedem Mac-User empfohlen werden. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Windows-Switcher oder schon um einen Mac OS X User handelt. Für diejenigen, die einen tieferen Blick in die Technik nicht scheuen, ist der entsprechende Abschnitt lesenswert. Auch nach Erststudium von Leopard bleibt das Buch durch seinen Referenzteil ein wertvoller Helfer im Mac-Alltag. Ein kleiner Wermutstropfen: Auf Grund des schnellen Erscheinen des Werkes nach der finalen Version von Leopard, war wohl nicht viel Zeit für das Lektorat, was man vereinzelten Sätzen anmerken kann.

Wie auch beim Ochsenkühn‘schen Werk angemerkt, wäre auch bei diesem Leopard-Buch eine kritischere Betrachtung der neuen Betriebssystemversion von Apple angeraten gewesen, wahrscheinlich ist das Thema wie beim anderen Buch auch nicht aufgenommen, da die Bücher mit Erscheinen von Leopard auf den Markt kamen, so dass diese Themen zu dem Zeitpunkt nur wenigen bekannt waren.

Leopard I

Monday, December 22nd, 2008

Nun möchte ich doch mal wieder zum Jahresende ein wenig Resteverwertung vornehmen. Diesmal aus der Reihe: Leopard. Leider haben sie es nie in die iX geschafft, da Herr Behme immer andere Bücher wichtiger fand. Nun ja, wie heißt es so schön: Man kann nicht immer siegen und manchmal gewinnen die anderen!

November 2007
amac-Buch-Verlag

Anton & Simone Ochsenkühn

Mac OS X 10.5 Leopard

544 Seiten

29,95 €

ISBN 978-3-94028501-0

Das vorliegende Werk zur Leopard-Inkarnation des Apple Betriebsstems ist nicht das erste, das das Autorengespann Ochsenkühn zu einem Major Release von Mac OS X geschrieben hat. Gekonnt souverän und für den Mac-Neuling als Windows-Umsteiger oder auch Computerneuling ebenso geeignet wie dem versierten User einer Vorversion von Leopard.

Zunächst wird mit der Installation von Leopard gestartet. Hierbei erfährt der Leser alles wichtige zum Thema. Nett bei der Erörterung der Fragestellung „Firmeware-Kennwort vergessen – was nun?“ ist, dass die Ochsenkühns hier Hilfe per Mail anbieten. Ein Gang zum Apple Händler ist in einem solchen Fall sonst nicht zu vermeiden.

In den weiteren Kapitel wird die GUI-Handhabung von Fenstern, dem Dock und dem Finder erläutert. Langjährige Mac OS X User können diese Kapitel schneller überfliegen und sich die Neuerungen von Leopard wie etwa Coverflow im Finder oder Übersicht (Quick Look) zu Gemüte führen. Ausführlich wird auch auf das Thema Systemeinstellungen eingegangen.

Die Ordnerstruktur von Mac OS X bekommt einen eigenen Abschnitt. Auch wenn die zu Grunde liegende Struktur des UNIX-Dateisystems nicht erläutert wird (einen Abschnitt zum Terminal gibt es aber dennoch, mit dem man sich auf Entdeckungsreise machen kann), erfährt der Leser doch nützliches, wie man beispielsweise eine Zuordnung einer Dateiextension einer anderen Applikation zuordnen kann.

Im Kapitel Programmrundgang werde die mit Leopard ausgelieferten Programme näher vorgestellt. Wer jetzt allerdings eine Erläuterung zur iLife-Suite, die ja nur auf neu erworbenen Mac vorinstalliert ist und nicht zum Lieferumfang von Mac OS X gehört, wird nicht fündig – mitunter füllt sie auch ganze Bücher. Terminal wird u.a. erwähnt und die Handhabung hierzu erläutert. Selbstredend dass natürlich auch Boot Camp ausführlich behandelt wird, stellt es doch einen wesentlichen Grund für so manche Switcher dar, sich einen Mac anzuschaffen.

Weitere Kapitel widmen sich noch den Themenbereichen Benutzer, Spotlight, dem Netzwerk und dem Internet sowie dem Gespann Adressbuch/iCal/iSync. In diesem Kapitel steht auch etwas zur Synchronisation von verschiedenen iPods und dem iPhone mit iTunes.

Schön ist auch das abschließende Kapitel Troubelshooting, in dem Anton Ochsenkühn seine langjährige Erfahrung als Mac-Consultant und -Trainer einfließen lassen kann. Es dient als Anlaufstelle für allerlei Ungemach, das einem (leider) auch auf dem Mac widerfahren kann. Das Buch schließt dann mit dem Screenshot einer Kernel Panic und dem Wunsch, dass dieses dem Leser doch in seinem Mac-Leben erspart bliebe.

Alles in allem ein rund um gelungenes Werk zum Leopard, das auf Grund seiner zahlreichen Screenshots gut zu lesen ist und sich nicht nur zum Einarbeiten in Leopard eignet, sondern auch später noch wertvolle Dienste leisten kann. Vielleicht hätte an der einen oder anderen Stelle noch etwas mehr kritische Betrachtung des Betriebssystems (Firewall-Problematik oder auch Timemachine-Kinderkrankheiten) stehen können. Dennoch: Für den „normalen“ Mac-User, der sich nicht für die UNIX-Administration, Shell-Handhabung und UNIX-Skripting interessiert, ist das Buch genau richtig, um mit Leopard richtig Fahrt aufzunehmen.


iPhoto

Thursday, September 13th, 2007

Wieder eine alte Rezension aus den Untiefen der Platte (gut, daß es Spotlight gibt), die ihren Weg in mein kleines, völlig unbedeutendes Blog gefunden hat.

Köln 2006
O’Reilly
152 Seiten
14,90 EUR
ISBN 3-89721-439-3

Rudolf Steffens
iPhoto
Das Buch zur Fotosoftware

iPhoto ist ein Programm zur Fotoverwaltung und eines der Programme aus der iLife Suite ’06 – also dem Programmpaket von Apple für den “Digital Lifestyle”. Trotz der einfachen Bedienung der Programme aus der iLife Suite, können dem Anwender damit im täglichen Umgang doch einige Funktionen verborgen bleiben, was nach Lektüre des kompakten Buches nicht mehr der Fall sein sollte.

Die Grundlagen von iPhoto erklären das Importieren von Bildern von verschiedenen Medien oder die verwendbaren Grafikformate. Das Anordnen der eigenen Fotosammlung wird bis in alle Einzelheiten erläutert. Neure Methoden, wie die seit iPhoto 5 verwendbaren Order, werden genauso dargestellt wie das Foto bewerten oder “Automatische Alben”, in die z.B. nur die 5-Sterne-Bilder der eigenen Sammlung kommen.

Breiten Raum erlangt das Thema der Fotonachbearbeitung, wobei natürlich der Hinweis nicht fehlt, dass nicht der Funktionsumfang von professionellen Programmen wie Photoshop erwarten werden kann. Dagegen kann iPhoto mit einer Schlichtheit und Einfachheit punkten, die es schnell ermöglichen, ansehnliche Resultate zu erzielen. Die Ein-Klick-Bearbeitungsfunktionen, wie z.B. das Entfernen roter Augen, gehören dazu, die vom Autor mit vielen Bildbeispielen dargestellt werden. Auf die Möglichkeiten des Anpassen-Fensters wird im Detail eingegangen. Hierbei handelt es sich um ein Bearbeitungsfenster, in dem mehrere Bildparameter, wie z.B. die Helligkeit, die Schärfe oder die Farbtemperatur, geändert werden können. Sollte beim Ändern der Bildparamter das Resultat nicht gefallen, kann man die Änderungen auf Knopfdruck auf die Ausgangswerte zurücksetzen.

Das Präsentieren der Bilder beschränkt sich nicht nur auf erstellbare Diashows. Der Autor geht auch ausführlich auf die Kaufmöglichkeiten, z.B. Alben, Karten oder Kalender ein. Wer daneben seine Bilder auch über das Web verbreiten möchte, dem ist mit einem kleinen Einblick in iWeb (das Programm aus der iLife Suite für die eigene Homepages) dazu die Möglichkeit geben. Selbstverständlich wird auch das Photocasten, also das Abonnieren von Bildern aus dem Web, erwähnt. Auch für Nicht-Mac-Nutzer, die nicht über iPhoto verfügen, erklärt der Autor das Vorgehen mittels RSS-Reader.

about iLife & iPod

Thursday, September 13th, 2007

Heute scheint der Tag der Restverwertung zu sein, so daß ich meine Platte nach alten Rezensionen durchforste, die den Weg in die Tote-Holz-Ausgabe nicht gefunden haben. Es ist natürlich klar, daß das Buch die vorletzte Ausgabe von iLife (die 05er Ausgabe) bespricht.

Düsseldorf Nov. 2005
altmeier books
278 Seiten
29,00 EUR
ISBN 3-938505-02-8

Wolfgang Kitza
about iLife & iPod

Das Buch führt auf sehr illustrative Weise anhand zahlreicher farbiger Screenshots die iLife Suite 05 und den iPod vor. Dabei spricht das Buch in erster Linie Einsteiger und solche an, die sich einen schnellen Überblick über die iApps und den iPod verschaffen möchten.

In der Einleitung werden neben Klärung einiger DV technischer Grundbegriffe (Doppelklick, etc.) die im Buch verwendeten nützlichen Piktogramme vorgestellt, die eine Schnellorientierung geben, wenn wichtige Sachverhalte dargestellt werden. Darüber hinaus werden die iApps und deren zur Drucklegung aktuellen Versionen vorgestellt sowie eine ggfls. nötige Installation von iLife.

Zunächst geht Kitza ausführlich auf iTunes 6.0.1 ein. Vielleicht wäre ein Überblick über die interne XML-Struktur der iTunes-Datenbank nett gewesen, geht aber über den Anspruch einer Einsteigereinführung deutlich hinaus. Evtl. wäre ein Appendix der richtige Ort für dererlei, dort könnte dann auch technische Informationen zu MP3 und AAC aufgenommen werden. Schön ist, dass Kitza an vielen Stellen auch URLs angibt, z.B. für iTunes-Tune-Ups, mit denen man im Internet nach CD-Covern suchen kann.

Die anderen Kapitel behandeln nicht ganz so ausführlich die weiteren Programme (iPhoto, iMovie, iDVD, Garageband) der iLife Suite. Dabei wird zunächst erst einmal der Einstellungsdialog vorgestellt, ehe anhand eines Projektes die verschiedenen Möglichkeiten der jeweiligen Programme vorgestellt werden. Die reichhaltige Bebilderung lädt an vielen Stellen dazu ein, das gelesene auch gleich am Rechner umzusetzen, wozu der Autor an der einen oder anderen Stelle auch auffordert.

Das Kapitel über den iPod und Podcasting geht auf die aktuelle iPod-Hardware ein und gibt einen Überblick über manches sinnvolle Zubehör. Der Teil über Podcasts ist etwas kurz abgehandelt, erklärt für einen Einsteiger den Sachverhalt aber gut ohne dabei zu sehr in die Tiefe zu gehen.

Abgerundet wird das Buch mit einem Kapitel zu Quicktime. Kitza macht deutlich, dass der Kauf von Quicktime Pro lohnt, erwähnt leider aber nicht, dass es kostenlose Alternativen gibt, um z.B. einen Quicktime-Film im Full-screen-Modus zu sehen oder Videos ins iPod-Format zu konvertieren. Es schließt sich ein Kapitel über .Mac und dessen Möglichkeiten an, das evtl. nicht für jeden sinnvoll ist, der entweder die Kosten von .Mac scheut oder schon einen alternativen Webhoster hat. Abschließend wagt der Autor noch einen Blick in die Zukunft des digitalen Lifestyles. Dabei werden neben Airtunes auch das Videorecordersystem von Elgato kurz angerissen sowie die Möglichkeiten von HDV. Wer Gefallen an den Möglichkeiten von iLife gefunden hat, bekommt mit der Erwähnung von Aperture, Final Cut Studio oder Photoshop Appetit auf mehr Möglichkeiten. Warum an dieser Stelle der GraphicConverter unerwähnt bleibt, ist unverständlich, da er gerade für einen Einsteiger oder Hobbynutzer deutlich günstiger als Photoshop ist.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch für Einsteiger eine gute Investition ist. Gerade die zahlreichen Screenshots erleichtern es deutlich, das gelesene gleich auszuprobieren. Nett vom Verlag ist es, dass ein Update auf iLife 06 auf den Webseiten des Altmeier Verlags zu haben sein wird.

Annik Rubens Podcasting

Thursday, September 13th, 2007

Da will ich doch mal wieder ein wenig Resteverwertung betreiben und das wirklich nette, kleine Buch von Annik Rubens (SIM – Schlaflos in München, ein Klassiker im deutschsprachigen Raum) vorstellen. Zugegeben, die Rezension schlummert mittlerweile ein Jahr auf meiner Platte (und Frank Möcke von der c’t schien sie nicht zu interessieren, aber was soll es).

Köln 2006
O‘Reilly
102 Seiten
14,90 EUR
ISBN 3-89721-459-8

Annik Rubens
Podcasting
Das Buch zum Audiobloggen

Nicht zuletzt seitdem Apples iTunes Podcasts listet sind diese vom Geheimtipp zum allgegenwärtigen Trend geworden. Seit 2004 gibt es Podcasts und mittlerweile findet man von der Tagesschau bis zur Comedie alles, was man sich vorstellen kann.

Annik Rubens ist deutsche Podcasterin der ersten Stunde. Mit ihrem Podcast „Schlaflos in München“ (SIM) erreicht sie pro Episode mehrere tausend Hörer. Sie gibt einen Überblick, wie Podcasten entstand, stellt verschiedene Podcast-Clients vor und erläutert das Podcastverzeichnis in iTunes und dem iTunes Music Store.

Bekannte Podcaster, meist Pioniere der ersten Stunde und somit Amerikaner werden vorgestellt. Die Auswahl ist natürlich subjektiv und stellt ihre Favoriten dar.

Einen Überblick über die nötige Grundausstattung wird gegeben. Dabei legt Annik Rubens Wert darauf, dass man am Anfang nicht zu viel Geld investieren sollte. Lieber etwas kleiner Anfangen, wenn sich der Erfolg einstellt und man am Ball bleibt, kann dann immer noch das Equipment aufgestockt werden. Sie gibt Tipps zu Mikrophonen und stellt auch ihre Ausstattung vor, mit der sie SIM produziert. Neben der Hardware stellt sie auch Software und nötige Hoster für die Podcasts vor. Ausführlich geht sie auf Podcast-Software für Windows ein, Garageband von Apple erwähnt sie nur am Rand. Auf die Möglichkeit von Enhanced Podcasts, diese also mit Kapiteln, Bildern und URLs auszustatten, geht sie auch ein, schreibt aber auch, dass solche Podcasts nicht von allen MP3-Spielern verstanden werden.

Mit einem Kapitel zu den goldenen Regeln gibt Annik Rubens Vorschläge für einen erfolgreichen Podcast. Sie reißt Themen wie regelmäßiges Podcasten, Interaktivität mit den eigenen Hörern oder rechtliche Dinge beim Verwenden von Musikstücken an. Aufgelockert wird das ganze durch eingeschobene Blöcke, in denen sie über ihre Erfahrungen aus ihrem eigenen Podcast berichtet.

Auch das Thema Eigenwerbung, um über Networking oder Shownotes auf der eigenen Webseite auf seinen Podcast aufmerksam zu machen, lässt sie nicht unerwähnt. Auch wenn Annik Rubens einige Seiten über Geldverdienen mit Podcast schreibt, muss doch klar gesagt werden, dass zumindest in Deutschland dafür der Markt noch nicht da ist, was sie aber auch nicht verschweigt.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen eigenen Podcast zu starten, findet in dem kompakten Buch Anregungen und Hilfestellungen, was die Hard- und Software sowie das organisatorische betrifft. Wer einfach nur etwas mehr über Podcasts erfahren möchte profitiert von den vielen Links im Buch und den vorgestellten Podcasts, die zum abonnieren und Probehören einladen.

Steve Jobs – iCon

Monday, April 2nd, 2007

Da will ich doch mal “Restverwertung” betreiben. Hatte mir das Buch letztes Jahr schnell besorgt und wollt eine Rezension in der c’t platzieren, doch der Haus-und-Hof-Schreiber (Maik S.) war – glaube ich – wie immer schneller (was der anderes außer Rezensionenschreiben macht, ist mir schleierhaft), so daß das Thema erst einmal begraben wurde, doch dann packte mich dieses Jahr noch mal der Ergeiz. Klar, daß Hennig Behme die Rezension ablehnte. Wenn ich es schaffe und mein Web-Imperium endlich mal update, soll es auch hier erscheinen, aber das dauert sicherlich noch etwas.

2006
S. Fischer Verlag
456 Seiten
19,90 €

Jeffrey Young / William L. Simon
Steve Jobs und die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens

Bücher über den Mitbegründer von Apple sind schon viele erschienen – einschließlich einer frühen Biographie über Steve Jobs aus dem letzten Jahrtausend. Eines, dass sofort soviel Unmut des Apple-Firmenlenkers auf sich zog, dass es aus dem Apple Store verbannt wurde, dagegen noch nicht.

Dabei kommt wirklich richtig überraschend neues aus dem Job‘schen Leben auch durch Young und Simon nicht ans Licht der Welt. Steve Jobs war und ist ein Lichtgestalt der IT-Branche. Was soll man von jemanden halten, der in jungen Jahren auf einer Pilgerreise durch Indien fast ums Leben gekommen wäre, der sich kleine Erfrischungen für die Füße in Apples Toilettenkeramik gönnte und der bei Einstellungstest die ohnehin gestressten Probanden nach deren sexuellen Neigungen befragte? Jobs, der im Gegensatz zum anderen Steve (und zweiten von drei) Firmengründern keinen universitären Abschluss aufweist, hat es früh gelernt, Trends aufzuspüren und Produktinnovationen an sich zu reißen. So geschehen bei der Entwicklung des Macs, denn heute weiß kaum noch jemand, dass dessen geistiger Vater eigentlich Jef Raskin war. Auch wenn Bill Gates, der ewige Rivale, im Kreise der Superreichen um Längen vor Steve Jobs rangiert, so ist es doch der Apple Gründer, der für immer mit etlichen der coolsten Produkte der Welt in Verbindung gebracht werden wird.

Im Buch von Young und Simon erfährt der Leser auch vieles aus Jobs privater Welt. Typisch und bezeichnend für Jobs ist, dass dieser sich hartnäckig weigerte, Unterhalt für seine Tochter Lisa zu zahlen. Selbst noch zu einem Zeitpunkt, als er durch den Aktiengang Apples Millionär geworden war, so dass selbst der langjährige Mitstreiter Mike Markkula dieses missbilligend kommentiert. Ebenso sei die Knauserigkeit und der Geiz von Steve Jobs im Zuge des Aktiengangs von Apple erwähnt, den verdienten Mitarbeitern der ersten Stunde keine Aktienpakete zukommen zu lassen. Steve Wozniak zeigte an dieser Stelle Größe und Anstand, die Steve Jobs all zu oft vermissen lässt.

Die Biographie ist dreigeteilt. Im ersten Teil „Siege und Niederlagen“ wird von Jobs Kindheit bis zur Gründung Apples und dem Rausschmiss Jobs erzählt. Der Mittelteil „Neuanfang“ beschreibt die Zeit bei NeXT und den Kauf von Pixar und dessen erste Arbeiten. Den Schlussteil „Die Zukunft bestimmen“ zeigt die erfolgreiche Zeit bei Pixar, den Wiedereinstige bei Apple und dessen langsame Hinwegwendung von einem Computerunternehmen zu einer Life-Style-Company.

Wenn man eines Steve Jobs nicht vorwerfen kann, dann ist es seine Hartnäckigkeit, wenn es sich etwas vorgenommen hat sowie seine Kämpfernatur, auch aus den scheinbar ausweglosesten Situationen als Sieger hervorzugehen. Mit dreißig Multimillionär und von einem ehemaligen Brauseverkäufer aus seiner eigenen Firma rausgeekelt zu werden, mitanzusehen wie seine nächste Firma NeXT langsam vor die Wand fährt, um dann mit Pixar im Scheinwerferlicht Hollywoods Oscars entgegen zu nehmen als jemand, der im Show Biz eigentlich krasser Außenseiter ist. Sowie durch den Aufkauf NeXTs durch Apple genau dort wieder zu laden, wo er Jahre zuvor verdrängt wurde – nämlich in der Schaltzentrale Apples, wo er damit beginnt, Apple wieder zu dem zu machen, wofür es einmal gestanden hatte, aber lange Zeit nicht mehr gewesen war: Einem Trendsetter, der aus dem Stand heraus in der Lage ist, den lange etablierten MP3-Spieler-Markt aufzumischen und mit dem Gespann iPod/iTunes Markt- und Technologieführer wird.

Wer sich für die Geschichte von Apple interessiert, dem sei dieses Buch als nette Bahnlektüre angeraten. Die Übersetzung von iCon ist gut gelungen und lässt sich flüssig und zügig lesen. Die Jünger des Eintasten-Mauscomputers, die ohnehin alles über Apple verschlingen, werden auch an diesen Werk nicht vorbeigehen können. Bleibt eigentlich nur noch auf die eigene Biographie von Jobs zu warten, der uns seine Welt dann sicherlich durch seine narrzistische Brille zeigen wird. Warten wir es ab.